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Zukunftsplenum

Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, vielleicht habt ihr es euch gedacht.

In letzter Zeit lief in der Gartensia einiges schief. Jetzt wollen wir gemeinsam anpacken, was wir uns alleine nicht mehr zugetraut haben.

Deshalb wird am 21.10. um 18.00 Uhr ein Zukunftsplenum stattfinden. Für die Organisation hat sich eine kleine Gruppe Aktivisti aus der Anfangszeit zusammengetan. Wenn ihr kommen möchtet, schreibt uns bitte eine Mail an gartensia[at]riseup.net.

Auf dass die Gartensia wieder die gelebte Utopie wird, die sie einmal war!

1 Jahr Gartensia

Am Sonntag den 19.07 ist die Gartenstraße 7 ein Jahr besetzt und wir
zählen die Tage bis zur Geburtstagsfeier.
Das letzte Jahr war vor der Corona-Pause ein Fest: Das täglich offene
Café als unkommerzieller Raum, wöchentliches Programm, Konzerte,
Soli-Partys, Vorträge, Ausstellungen und Workshops: Selbstverwaltetes
Kulturprogramm ohne Geld! So soll es auch nach Corona weitergehen.
Coronabedingt gibt es keine kuschelige Geburtstagsparty, aber ihr könnt gerne zwischen 12 und 18 Uhr Mundschutz-Kaffee-to-go vorbeischauen  und habt die Möglichkeit seuch kreativ auf einer Malwand zu verewigen, einen Brief einzuschmeißen und ein
Abstand-Schwätzchen zu halten.

Anschließend wird es Redebeiträge zu den Themen
Wohnungsnot, Allerlei aus der Gartenstraße, sowie geile Mucke im
Livestream geben unter der Adresse:

stream.gartensia.de

Nach unserem Geburtstag werden wir den Veranstaltungsbetrieb langsam
wieder hochfahren. Ihr dürft gespannt sein!
Wir danken euch, dass ihr mit uns ein Jahr Gartenstraße möglich gemacht
habt! Kommt vorbei! Beteiligt euch! Die Häuser denen, die drin wohnen!

Corona: Absage von Veranstaltungen

Liebe alle,

ihr habt es euch wahrscheinlich schon gedacht: Pandemiebedingt müssen wir leider unsere Aktion zum Housing Action Day sowie alle weiteren geplanten Veranstaltungen absagen. Auch das Café bleibt vorerst zu.

Wir hoffen, dass wir uns bald alle gesund und munter wiedersehen.

Bis dahin, passt auf euch auf!

Die Gärtner*innen

Housing Action Day Tübingen

Liebe alle,

zum kommenden Housing Action Day am 28. März hat sich auch in Tübingen eine Orgagruppe gegründet. Der Housing Action Day ist eine europaweite Kampagne zum Thema Mietenwahnsinn mit allerlei verschiedenen Aktionsformen. In Tübingen würden wir gerne zusammen in der Karlstraße zelten gehen, um das Problem bildlich zu unterstreichen.

Egal ob ihr nur für einzelne Programmpunkte vorbeikommt, auch ein Zelt aufbauen könnt, übernachten, … Wir freuen uns sehr, wenn ihr Lust habt mitzumachen, gemeinsam öffentlichen Raum einzunehmen und wir zusammen für eine Nacht eine coole Zeltstadt aufgebaut bekommen. Falls ihr Lust habt, noch ein wenig bei der Orga mitzumischen, seid ihr am 19. März um 18 Uhr in die Gartensia eingeladen.

Viele Grüße

Das Housing Action Team Tübingen

P.S.: Zum Zeltaufbau auf Asphalt werden wir Backsteine da haben, um die Abspannschnüre zu befestigen. Die Sanitäranlagen können wir im Epple benutzen. Wir arbeiten an einem Awareness- und Schutzkonzept, damit es für alle eine entspannte Nacht wird. Die Veranstaltung ist angemeldet.

PROGRAMM

Durchgängig: Wir spannen Wäscheleinen für eine Kleidertauschecke + TrⒶumstadt basteln für Kinder (Häuser bauen und bemalen aus Pappkartons)

17 Uhr: Aufbau unserer Zeltstadt

18-20 Uhr: Live Musik, Abendessen

20-21 Uhr: Rebellisches Singen

21 Uhr: Feuershow

21.30 Uhr: Treffpunkt Nachtwanderung zum Thema Leerstand (Stadtführung)

22 Uhr: Revolutionäre Gute-Nacht-Geschichten

23 Uhr: Pyjama-Fashionshow (Schmeißt euch in eure schönsten Schlafgewänder und ab auf den Laufsteg!)

—übernachten—

Abbau am nächsten Morgen

Solidarität mit der Lu15 und den zwei vom Landgericht

Am 04.02.2020 wurde eine Privatwohnung und das Wohnprojekt Lu15 in Tübingen durchsucht.
Insbesondere in der Lu15 trat die Polizei dabei sehr gewalttätig auf und hielt sich in keinster Weise an angeblich geltende Gesetze. Der Durchsuchungbeschluss wurde erst, nachdem vermummte und bewaffnete Polizist*innen längst im gesamten Haus verteilt waren und nach mehrmaligem Drängen kurz vorgezeigt. Menschen wurden zu Boden geworfen, es wurden Zimmer durchsucht, für die es keinen Beschluss gab und eine Brandschutztür zerstört, obwohl ein Schlüssel angeboten wurde. Weiteres zur Hausdurchsuchung findet ihr hier: lu15[punkt]de

Als Grund für den ganzen Terz wurde die Festnahme von zwei unserer Freund*innen am Landgericht in Tübingen in der vorherigen Nacht genannt. Vorgeworfen wird ihnen eine versuchte (!) Sachbeschädigung.
Nachdem die beiden Gefährt*innen schon zu Beginn ihrer Festnahme erklärten, dass sie keine Aussage machen wollen, wurden beide stundenlang verhört. Unter anderem auch von Staatsschutz und Kriminalpolizei. Das allein ist schon kein übliches Vorgehen bei einer solchen Art des Tatvorwurfs. Darüber hinaus wurde über verschiedene Wege versucht, Aussagen zu erzwingen. Die Gefährt*innen wurden sofort voneinander getrennt und erhielten keine Auskunft über den Verbleib der anderen Person. Der Haftarzt, welcher die Hafttauglichkeit der Festgenommenen bestätigen musste, nahm die physischen und psychischen Beschwerden von zumindest einer Person in keinster Weise ernst. Gleich im Anschluss wurde die Festgehaltene an einen anderen Ort gebracht, ohne Auskunft darüber zu erhalten, wo sie sich befindet.
Bei den Verhören wurden beide mehrfach und über längere Zeiträume hinweg verbal bedroht und lautstark angeschrien. Dazu wurde das Drohszenario eröffnet, dass bei weiterer Aussageverweigerung die Beschuldigten erst in ein paar Wochen einem Haftrichter vorgeführt und bis dahin festgehalten würden. Weiter wurde angedroht, den Festgenommenen sage und schreibe 45 Sachbeschädigungen innerhalb der letzten Jahre anzulasten, sollten diese nicht beginnen mit der Polizei zu “kooperieren”.
Als die Gefangene gezwungen wurde, sich für Durchsuchungen und Untersuchungen zu entkleiden, wurde die einzig anwesende weibliche Polizistin aufgefordert, den Raum zu verlassen, sodass sie mit zwei männlichen Beamten allein zurück blieb. Auch ärztlich verschriebene und dringend benötigte Medikamente wurden ihr verweigert.
Die Gefährt*innen waren über viele Stunden der Gewalt und dem Sadismus der Polizist*innen ausgesetzt. Diverse Grundrechte wurden ihnen entzogen.
Doch trotz aller Schikanen haben beide keine Aussage gemacht!
Ihnen gilt ganz besonders unser Respekt und unsere Solidarität!

Diese Polizeiaktion war ein massiver Angriff auf linke Strukturen, ein Angriff auf die Privaträume diverser Personen und vor allem ein Angriff auf zwei von uns!
Das Ausmaß der Gewalt seitens der Büttel lässt vermuten, dass hier der Frust über das Ausbleiben von Fahndungserfolgen in den letzten Jahren verarbeitet wurde.
Dieser Angriff des Staates hätte alle treffen können, die ihn auch nur im Geringsten kritisieren oder hinterfragen.

Getroffen hat es zwei, gemeint sind wir alle! Aber keine*r steht alleine! Wir werden das Erlebte und das, was noch kommt, gemeinsam durchstehen! Wir werden die beiden Gefährt*innen bei ihren voraussichtlich anstehenden Prozessen und darüber hinaus mit allen Möglichkeiten unterstützen.
Auch war dieser Angriff kein Einzelfall. Schon seit langer Zeit geht die Polizei, unterstützt und gedeckt durch Politik und Justiz, gegen Linke und ihre Strukturen vor. Dabei ist es irrelevant, ob die Polizei sich an bestehende Gesetze hält oder nicht, da die Geschichte und die letzte Zeit sowieso gezeigt haben, dass die Gesetze an die Wünsche, Vorstellungen und das Verhalten der Polizei angepasst werden. Die Problematik wird weiter dadurch verschärft, dass in letzter Zeit immer mehr rechte Tendenzen und Strukturen innerhalb der Polizei aufgedeckt werden.

Doch auch wenn sie alles daran setzen uns klein zu machen: Wir werden niemals aufgeben! Wir werden für ein gutes Leben für alle einstehen, egal was kommt!
Kommt zur Demo, um eure Unterstützung mit den Betroffenen zu zeigen.

Solidarität und Glück für die zwei vom Landgericht und die Lu15!

14.02.2020 | Sternplatz
17:30 Uhr Kundgebung
19:00 Uhr Demo

Wir wünschen uns eine große, bunte und ausdrucksstarke Demo, die offen für alle sein soll, die uns unterstützen. Lasst bitte eure Parteifahnen zu Hause!

Lu15 and friends

aktuelle Infos: lu15[punkt]de

Danke für das Fest!

„Die Stadt war ein sowohl von der produktiven Arbeit als auch von Werken, von Festen belegter Raum. Möge sie diese Funktion jenseits von Funktionen, in einer verwandelten städtischen Gesellschaft wiederfinden“, schrieb Henri Lefebvre in seinem Buch zum Recht auf Stadt.

Das erste Tübinger Recht auf Stadt-Fest war wunderschön! Das machen wir wieder!

Gartenstraßenfest- Programm

Sonntag, 8. Dezember von 12 bis 17 Uhr

12.00 UhrBrass Busters (Street Brass Band)Draußen
13.00 UhrMarcel & Irini (Folk Musik)Draußen
14.00 UhrInfoveranstaltung zum Frauen*Queerstreik am 8. März (Queerfem/Frauen*gruppe Zumutung)Drinnen
14.00 UhrHans (Liedermacher)Draußen
15.00 UhrMaxo (Singersongwriter)Draußen
15.30 UhrFilm: Wem gehören unsere Städte Drinnen
16.30 UhrFeuershowDraußen

Und sonst so?

Den ganzen Nachmittag auf der Gartenstraße:

Punsch & Kuchen (Café Gärtnerei) ● Zuckerwatte & Kinderschminken (Gartensia) ● Waffeln (Lu 15) ● Queerfeministischer Infostand (Zumutung) ● Siebdruckstand (Pfleghof) ● Glühwein (4 Häuser Projekt) ● Hüpfburg (wenn es nicht regnet – bidde bidde!) ● Sandwichs aus dem Sandwichmaker (Münze 13) ● Kaffee (Jos Kaffeekutsche) ● heiße Suppe (Foodsharing) ● Kleidertauschstand & Zahl-was-du-willst-Flohmarkt ● Plätzchen & Weihnachtsdeko & weihnachtliche Verkleidungskiste zum Selfies machen (Nikolausschlitten-Fahrten im verkleideten Lastenfahrrad!) (Schelling) ● noch mehr heiße Suppe (Fichtehaus) ● Fridays for Future Infostand (FFF Tübingen) ● Feuerschalen- und tonnen (Wilhelma)

Mitmach-Aktion „Unsichtbare Barrieren“: Wer darf und kann sich wo in der Stadt aufhalten? Wo fühlst du dich wohl? Wer kann es sich noch leisten in der Stadt zu leben? Wir gestalten mit euch Glas-Stelen zum Thema „Recht auf Stadt“, die dann an die Stadt Tübingen überreicht werden.

Das unendliche Gästebuch: Verewigt euch! Sagt uns die Meinung! Schreibt uns Grüße! Stellt Fragen und erzählt, was euch bewegt!

Gartenstraßenfest

**Die Häuser denen, die drin wohnen – Die Straßen denen, die drauf tanzen!**

Wem gehört die Stadt? Wer darf wie viel öffentlichen Raum einnehmen und wofür? Wo kann ich mich aufhalten, ohne Geld ausgeben zu müssen?

Das Tübinger Stadtbild wird von vielen Einkaufs- und Flaniermöglichkeiten und zahlreichen Märkten und Festen geprägt. Das fördert ein aktives Stadtleben – an dem allerdings nicht alle teilnehmen können.

Die Gartenstraße 7 lädt deshalb zusammen mit anderen Tübinger Initiativen und Wohnprojekten zum vorweihnachtlichen Straßenfest. Alle sind willkommen, am zweiten Adventssonntag zusammen zu feiern, zu schmausen und die Verhältnisse zu hinterfragen. Sich beschweren kann ja jede*r, da das aber weder die eigene Laune noch die Welt verbessert, wollen wir lieber anpacken und das Stadtleben mitgestalten.

**Zuckerwatte für alle**

Auf dem Programm stehen neben verschiedenen Essens- und Trinkangeboten unter anderem auch live Musik, eine Feuershow, Informationsveranstaltungen, Kinderschminken, Hüpfburg und ein Siebdruckstand (dafür gerne eigene Kleidung oder Stofftaschen mitbringen). Wer gerne eine Aktion oder einen Stand machen möchte, kann sich per Mail an gartenisa[at]riseup.net wenden.

Genaues Programm mit Ablaufplan folgt!

Achtung: Aufgrund der Aktion wird die Gartenstraße an diesem Tag etwa von 11 bis 17 Uhr gesperrt sein. Die Anwohner*innen wurden bereits persönlich informiert. Die Gartensia bittet um Verständnis.

Pressemitteilung: Strom und Wasser werden nicht abgestellt!

Wie immer wollen wir euch auf dem aktuellen Stand halten. Dieses mal mit
erfreulichen Nachrichten:

Die geplante Abstellung von Strom und Wasser am Donnerstag (14.11.) wird
nicht stattfinden! Dies hat uns der Makler vor ein paar Stunden mitgeteilt.

Weiter bedeutet das auch, dass nun Verhandlungen bezüglich eines
möglichen Mietvertrags zwischen Eigentümer*innen und Besetzer*innen
starten. Die Besetzer*innen haben dafür eine Gruppe an Menschen aus den
eigenen Reihen delegiert, die über die Stadt diese Verhandlungen führen
werden. Natürlich in regelmäßiger Rücksprache mit allen an der Besetzung
beteiligten Personen.

Wir wissen das Entgegenkommen der Eigentümer*innen bei dieser Sache zu
schätzen.

Wir sind gespannt was die Zukunft bringt und bedanken uns für die viele
Solidarität, die wir in den letzten Tagen aus verschiedensten Bereichen
erfahren konnten.

Gartensia bleibt!

Viele Grüße,
eure Gärtner*innen